Allerdings waren selbst die sentimentalen Erinnerungen an diese Legenden aus längst vergangenen Zeiten sogar bei Alzheimer-Kandidaten wie dem Pressewart noch lange nicht so stark verblasst, wie der Blockschlitten im Allerwertesten war. Und das soll schon was heißen. Aber es geschehen (bzw. geschahen) noch Zeichen und Wunder. Denn in einer dunklen Nacht trafen sich sechs Verdammte. Sechs verdammte Bären. Sechs Bären, die durch einen gemeinsamen Traum verbunden waren. Sechs Bären, die verdammt dazu waren, dem Blockschlitten zu huldigen, indem sie ihm neues Leben einhauchen. Sie wollten den maroden Blockschlitten nicht nur auffrischen. Sie wollten ihn auseinander bauen und reparieren!
Gesagt, getan. Der Schlitten (aka „dit schwere Mistding“) wurde in diverse Einzelteile zerlegt und in die Werkstatt des Premio Reifenservice gebracht, die netterweise zur Verfügung gestellt wurde. Dort liefen die Arbeiten auf Hochtouren: Der Blockschlitten (oder das, was von ihm übrig war) wurde abgeschliffen, frisch lackiert (blau und weiß), zum geheiligten Platz an der Lipschitzallee zurück gebracht und mit schönen neuen Bolzen wieder zusammen geschraubt. Aber zu einem Blockschlitten gehören auch Reifen bzw. Räder. Und man ließ sich nicht lumpen! Anstatt bei einer Autobahnmeisterei um verrottete Reifenreste zu betteln, die eventuell vor zehn Jahren in irgendwelchen Gräben auf der A10 zwischen Kilometer 86,8 (Dreieck Nuthetal) und 90,9 (Michendorf) gefunden wurden, wurden dem Schlitten schöne neue Reifen verpasst. Mit Trommelbremsen! Alter Schwede!
Und obwohl die fleißigen Arbeiter bis heute nicht wissen, welche höhere Macht sie bei dieser Mission bis in die späte Nacht eigentlich geleitet hat, blicken sie doch voller Stolz auf ihr Werk, den Blockschlitten. Damit diese gute Tat nicht in Vergessenheit gerät, sondern eines Tages auch Teil der Sagen des legendären Blockschlittens wird, möchten die Berlin Bears sich bedanken. Und zwar bei:
Mario Finke
Sven „Jumbo“ Löchelt
Ludjana „Lulu“ Merettig
Sven Ohm
und Sascha Weiß.
Nanu, das sind doch nur fünf, mag sich manch einer nun denken. Gut aufgepasst. Denn ferner geht der Dank auch an
Bianca Merettig, die dafür gesorgt hat, dass die Arbeiter nicht verhungern.
Zu guter Letzt geht ein ganz besonderer Dank an:
Premio Reifenservice
Großbeerenstraße 100
12277 Berlin
Denn ohne die Bereitstellung der Werkstatt wäre die ganze Aktion niemals möglich gewesen.
Also liebe Bären, wenn ihr eurem PKW, eurem Mofa oder eurer Seifenkiste das nächste Mal einen Satz neue Reifen oder Räder spendieren wollt, dann wisst ihr jetzt auch, wo ihr gut aufgehoben seid!
Go Bears, go!
Zurück